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Montag, 9. März 2020

Johannes Oerding in Kiel am 02.03.2020 - Großer Tourauftakt in der Sparkassen-Arena

Endlich war es soweit und Johannes Oerdings "Konturen"-Tour startete endlich. Die allererste Station dieser Tour war in Kiel. Dort spielte er in der Sparkassen-Arena, ehemals Ostseehalle. Zum ersten Mal konnte er auch die ganze Halle nutzen und die war dann auch noch ausverkauft. Also von den Grundvoraussetzungen her konnte es nicht besser sein. Um die Chancen auf Plätze in der ersten Reihe zu haben, waren wir auch schon früh genug da. Wir entschieden uns dann dazu, uns an den Eingang an der neuen Baustelle zu einem Hotel zu stellen. Vom Prinzip her wären wir auch so reingekommen, dass wir Chancen auf die erste Reihe hatten. Aber es sollte ganz anders kommen. Nicht pünktlich um 18 Uhr, sondern erst ca. eine Viertelstunde später ging es dann los. Aber es ging nicht für uns los, sondern erst einmal nur für den Eingang an der Treppe bei der Parkgarage. Unser Eingang wurde dann erst nach Anweisung 3 Minuten später aufgemacht. Trotz berechtigter Beschwerden konnte da nichts verändert werden, sondern es gab noch mit einem frechen Grinsen einen dummen Kommentar der Einlasssecurity, dass ja genügend Platz in der Halle sei. Darum ging es ja aber nicht, denn durch diese Aktion waren natürlich sämtliche Chancen auf die erste Reihe zunichte gemacht. Also an alle, denen die erste Reihe wichtig ist: Stellt euch nicht an diesen Eingang! Als wir dann endlich in der Halle waren, waren die ersten beiden Reihen eben auch schon voll und wir hätten dann irgendwo in der dritten Reihe gestanden. So entschieden wir uns dann dazu, zur B-Stage zu gehen. Immerhin konnten wir uns an die Absperrung anlehnen und wir haben zumindest diesmal die ganze Bühnen- und Lichtshow sehen können.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Enno Bunger - Hamburg - 14.12.2016

An diesem Tag trennten wir uns mal wieder und besuchten zwei Konzerte zur selben Zeit. In diesem Bericht geht es um das Konzert von Enno Bunger. Er spielte in Hamburg im Kulturzentrum Kampnagel. Das waren zu Konzertsälen umgebaute Lagerhallen Da es sich hier um ein Sitzkonzert handelte, war es zum Einlass natürlich sehr entspannt. Der Konzertsaal war wie ein Theatersaal aufgebaut, sodass jede Reihe immer höher wurde und man zur Bühne hinunter schauen musste. Man sollte natürlich auch noch ewähnen, dass das Konzert ausverkauft war. 

Kurz nach 20 Uhr kam Enno Bunger auf die Bühne und begrüßte das Publikum. Er kündigte seine Vorband an, von der er selbst Fan ist. Es spielte das Geschwisterduo Sarah & Julian (sprich auf Englisch). Sie machten Indie-Pop-Musik und hatten Gitarre, Keyboard und Drumpad dabei. Ihre Musik war eher ruhig, was aber auch sehr zur Atmosphäre passte. Neben ihren älteren Songs wagten sie sich auch an einigen neuen. Für mich waren natürlich alle Lieder neu. Nach ihrem Set wurde dann kurz umgebaut, so dass es um 21 Uhr dann mit dem Konzert von Enno weitergehen konnte.

Enno wurde mit viel Applaus empfangen und begann sein Konzert zunächst alleine am Keyboard. Doch während des ersten Liedes kam dann sein Gitarrist Onno dazu und spielte am selben Keyboard mit. Das Publikum lauschte den weiteren Liedern sehr aufmerksam. Es war noch eine weitere Person auf der Bühne, die das Schlagzeug spielte. Bei allen Liedern handelte es sich um Akustik-bzw. Unpluggedversionen. 


Es fiel auf, dass kaum und wenn, nur leise mitgesungen wurde. Auch das Klatschen wurde auf die Stellen nach den Liedern beschränkt. Enno spielte viele traurige und melancholische Lieder. Darüber witzelte er dann auch des Öfteren, nach dem Motto „nun kommt zur Abwechslung ein trauriges Lied“. Aber er hatte auch noch eine andere Stimmung dabei: Wut.


Da alle in der Band kränkelten, sollten sich die anderen ein wenig erholen. Also spielte Enno einige Lieder alleine. Das Lied „Licht am Ende des Tunnels“, bei dem es um die Kritik an das Radio und die Popmusik ging, spielte er an einem Klavier. Da er aber lieber näher am Publikum sein wollte. Ging er nach diesem Song wieder zu seinem Keyboard, welches weiter vorne auf der Bühne stand. Nach einiger Zeit kam dann auch wieder seine Band zurück. Ein Lied, welches er für eine Kinder-CD schrieb, sang er zusammen mit Sarah & Julian. Es hieß „Stachelschwein“ und war natürlich ein trauriges Lied. Enno und Onno spaßten auch darüber, dass Onno nun auch bei Lena Meyer-Landrut spiele. 



Ziemlich zum Ende des Sets spielte er auch die Lieder „Regen“ und „Wo bleiben die Beschwerden“. Beim letztgenannten gab es wegen des Textes auch Applaus während des Liedes. Zur Zugabe kamen dann auch Sarah & Julian wieder dazu und alle spielten einen Song komplett ohne Strom. Hierbei musste man sehr gut zuhören. Mit dem letzten Lied appellierte Enno Bunger an das Scheitern dürfen und Wiederaufstehen. Nach dem Konzert gab er auch noch Autogramme und stand auch für Fotos und Smalltalk bereit.

A.

Montag, 21. März 2016

Bosse - Hamburg - 19. + 20.03.2016

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen eines einzigen Künstlers: Axel "Aki" Bosse. Er spielte in Hamburg in der Großen Freiheit 36 am Samstag und am Sonntag. Beide Konzerte waren komplett ausverkauft. Das erste Konzert fand ganz normal am Samstagabend statt, das Konzert am Sonntag jedoch begann schon um 15:30 Uhr und hatte das Motto "Sonntagssause".

Am Samstag kam zuerst Bosse auf die Bühne und kündigte Enno Bunger als Vorband an. Er macht Songwriter-Pop auf Deutsch mit kritischen und starken Texten. Er hatte noch einen Gitarristen dabei, er selber spielte Keyboard. Während der halben Stunde Spielzeit sang er 6 Lieder und kam recht gut beim Publikum an. Er erzählte, dass es ihm leider schon einmal anders in der Großen Freiheit als Support ergangen war. Zum Glück war es diesmal anders. Am Sonntag gab es allerdings keine Vorband.



Nach einigem Warten ging dann es am Samstag weiter und am Sonntag endlich los. Nach und nach kamen die Bandmitglieder auf die Bühne und Aki Bosse gleich mit. Das erste Lied war, wie auf dem neuen Engtanz-Album, "Außerhalb der Zeit". Aki und das Publikum waren sofort ganz bei der Sache. Er rannte und zappelte auf der Bühne herum und zog das Publikum gleich in seinen Bann. Es sang laut und tanzte eifrig mit. Danach begrüßte er die Hamburger Fans. Am Sonntag erzählte er zudem, dass dieses Konzert ganz im Zeichen gegen Rassismus und für einen bunten Nachmittag stünde. Außerdem sollte das Publikum laut gegen die "Vollidioten dieser Alternativpartei" sein. Er erntete großen Applaus von jedem einzelnen im Raum. Jeder, der an dem Konzert am Sonntag beteiligt war, machte es komplett umsonst und verzichtete auf die Einnahmen, die zu gleichen Teilen an Pro Asyl und Hanseatichelp gespendet würden. Auch wurden 300 Flüchtlingshelfer eingeladen.



Der zweite Song war dann "So oder so" und das Publikum tanzte gleich wieder weiter. Das Erstaunliche ist einfach, dass Bosse-Fans total textsicher sind. Jetzt schon nach dem zweiten Lied war an beiden Tagen der kränkelnde Aki schon schweißgebadet. Aber das ist ja beim ihm nichts Neues. Vor dem Song "Nachttischlampe" erzählte er, dass er Probleme beim Schreiben des Albums hatte. Denn früher war er immer alleine dafür, doch diesmal hatte er ein gefestigtes Leben. Als er dann in einem Billig-Hotel in Berlin ganz alleine war, dachte er sich: "Yeah!". Er konnte endlich wieder richtig schreiben und schrieb so "Nachttischlampe".



Zum Song "Dein Hurra" sagte Aki, dass dieser den Freunden gewidmet sei, die einen aushalten und auch den Mumm hätten, auch mal etwas gegen einen zu sagen. Beim Lied "Alter Strand" ging Bosse am Samstag ins Publikum und wurde hie und da mit Konfetti beworfen, am Sonntag ging er jedoch "nur" an die Bande. Den ruhigsten Moment der Konzerte bescherte Aki mit dem Song "Ahoi Ade". Dann kam das erste "Spring-Lied": 3 Millionen. Jeder konnte mitsingen und jeder sprang beim Refrain mit, sogar auf dem Rang hüpfte man. Auch hier ging Bosse wieder ins Publikum und tanzte und sprang dort mit seinen Fans. Es folgten nun die Lieder "Schönste Zeit" und "Immer so lieben". Bei dem Song "Krumme Symphonie" gab es eine Besonderheit. Casper, der ja eigentlich den zweiten Part rappt, war natürlich nicht da, sondern Sebastian "Porky" Dürre von der Band Deichkind übernahm den Part. 



Bosse spielte noch 3 Zugaben. Die erste war "Steine", bei dem auch das Publikum alleine den Refrain singen sollte. Dann bedankte sich Bosse am Sonntag bei seiner Crew. Bei den Damen mit einem Blumenstrauß und bei den Herren mit schweißgebadeten Umarmungen und Küssen. Die nächste Zugabe war "Du federst", wobei das Publikum wieder sprang, tanzte und sang lauthals mit. Das letzte Lied der beiden Abende war dann "Kraniche". So ging dann ein wundervolles Wochenende vorbei und wir fuhren erschöpft aber voller Euphorie nach Hause.